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Februar 2018


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Mehr Mut beim Städtebau wagen: Bei der Kulturmeile mal wirklich einen großen Schritt weiterkommen!

20. Februar 2018

Antrag der SPD-Gemeinderatsfraktion

Stuttgart tut sich schwer mit seinen Entscheidungen zur Verkehrspolitik. Seit Jahren, wenn nicht sogar Jahrzehnten wird mit den Auswirkungen einer autogerechten Stadt auf die Kulturmeile gehadert. Wettbewerbe wurden veranstaltet, Studien erstellt und am Ende konnte man sich politisch nicht auf ein Vorgehen verständigen. Woran liegt das? Welche konkreten Ziele verfolgt Stuttgart eigentlich an der Kulturmeile? Geht es um Verkehrsplanung oder um Stadtentwicklung?

Wir meinen, Stuttgart hat mit den Bauten an der Kulturmeile ein Potential mit hohem gestalterischem Anspruch, das nicht nur im schnellen Vorbeifahren erlebt werden darf. Um diese Qualität auch bei langsamer Fortbewegung sichtbar zu machen, brauchen wir attraktivere Räume für Fußgänger. Der Aufenthalt an der Kulturmeile wird aber nur dann attraktiver, wenn die Autos weniger und die Fußgänger mehr Platz bekommen. Die Zahl der Fahrspuren sollte deshalb halbiert werden.

Den zusätzlichen Raum werden Fußgänger aber nur dann nutzen wollen, wenn auf beiden Seiten der Straße etwas stattfindet. Folgerichtig braucht es klare bauliche Kanten mit attraktiven Nutzungen auch am Charlottenplatz (Akademiegarten) und am Gebhard-Müller-Platz (Ecke Willy-Brandt-Schillerstraße). Wir stellen uns vor, dass in Zukunft Besucherinnen und Besucher der Kulturmeile vom Ausstellungsregal gegenüber dem Stadtpalais schwärmen, in dem nicht nur die bekannten Kulturbetriebe, sondern auch Neues, Unerwartetes, aber auch kommerzielle Kulturprodukte präsentiert werden. Und nur durch den einfachen Wechsel der Straßenseite gelangt man zu den spannenden, kostenlosen Ausstellungen und Diskussionen im Stadtmuseum oder zur Feierabendführung in der Staatsgalerie. Am Gebhard-Müller-Platz könnte das neue Lindenmuseum entstehen. Dort, wo heute das Breuninger-Parkhaus steht, gibt es ein Haus für Film und Medien. Die Kulturmeile wäre perfekt!

Um diese langfristigen Ziele auch zu erreichen, ist es in einem ersten Schritt notwendig, dem anstehenden städtebaulichen Wettbewerb diesen konzeptionellen Rahmen vorzugeben: die Fahrspuren sollen halbiert, am Charlottenplatz, am Gebhard-Müller-Platz und beim Breuninger-Parkhaus sollen neue städtebauliche Kanten entstehen. Ob die richtige städtebauliche Ausgestaltung dieser Zielvorstellung mit einem langen Tunnel, mit einer komplett überirdischen Lösung ohne Auf- und Abfahrrampen oder mit einem Mischmodell erreicht werden kann, bleibt dem Wettbewerb überlassen. Der Wettbewerb liefert im Ergebnis dann die besten städtebaulichen Ideen zur Umsetzung einer klaren strategischen Zielvorgabe. Die städtische Politik muss aber den Mut zu dieser klaren Zielvorgabe aufbringen.

Im Anschluss an den städtebaulichen Wettbewerb, der ja in 2018 durchgeführt werden soll, werden die verkehrspolitischen Schritte untersucht, die zwingend erforderlich sind, um die Halbierung der Fahrspuren für den motorisierten Individualverkehr auch umsetzen zu können. Mit einem städtebaulichen Entwicklungsplan und einem Verkehrsgutachten wird der Bereich vom Schwanenplatztunnel bis zum Marienplatz untersucht. Das Gutachten hat dabei nicht nur die Aufgabe, Verdrängungs- und Verlagerungseffekte darzustellen, sondern auch Lösungsansätze zu formulieren.

Kurzfristig können in Begleitung zum Wettbewerb bereits Maßnahmen wie die Überquerung der Konrad-Adenauer-Straße bei der Oper, die Herstellung der Treppe vor dem Stadtpalais und die Neugestaltung des Vorbereichs vor dem Neubau der Württembergischen Landesbibliothek durchgeführt werden. Fußgängerstege zur Überquerung der acht-spurigen Straße gehören für uns nicht zu den kurzfristig umsetzbaren Maßnahmen an der Kulturmeile.

Wir beantragen deshalb,

  • dass in der Ausschreibung für den geplanten städtebaulichen Wettbewerb die folgenden langfristige Ziele formuliert werden: mehr Aufenthaltsqualität und attraktivere öffentliche Räume für alle durch eine Halbierung der Fahrspuren und durch Definition baulicher Kanten insbesondere am Charlottenplatz und am Gebhard-Müller-Platz;
  • das Wettbewerbsgebiet mindestens von der Heilmannkreuzung bis zum Österreichischen Platz definiert wird; im Anschluss an den städtebaulichen Wettbewerb ein Verkehrsgutachten beauftragt wird, das die Folgen der Umsetzung des Wettbewerbs analysiert und Lösungsansätze formuliert; kurzfristige Maßnahmen umgesetzt werden, wie der Fußgängerüberweg vor der Oper, die Treppe vor dem Stadtpalais und die Gestaltung des Vorbereichs der Württembergischen Landesbibliothek;
  • der Gemeinderat feststellt, dass ein Fußgängersteg über die B14 dem städtebaulichen Konzept für die Kulturmeile widerspricht und daher abzulehnen ist.
 
 

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