Die 5-Minuten-Stadt als Zukunftsvision für Stuttgart

Standpunkte

Jeder erkennt in seinem Alltag, dass die Verkehrswende überfällig ist. Das merkt der Autofahrer, der im Feierabendverkehr im Stau steckt, sowie der Nutzer des ÖPNV, der sich morgens in die volle Bahn zwängt. Das Ziel für uns ist klar: weniger Autos, mehr Busse und Bahnen, mehr Fahrradfahren und mehr Fußverkehr. Wir Sozialdemokraten schlagen deshalb vor, dass Stuttgart zur 5-Minuten-Stadt wird.

Das knüpft erst einmal daran an, dass wir das Leben in den Stadtquartieren attraktiv machen und dass man in 5 Minuten für den täglichen Bedarf einkaufen kann, in 5 Minuten zum Kindergarten oder zur Grundschule kommt oder dass Familien mit pflegebedürftigen Eltern in 5 Minuten ihre Eltern in einem Pflegefall in einer stationären Pflegeeinrichtung oder in einer altersgerechten Wohnung auch besuchen können.

5-Minuten-Stadt heißt auch 5 Minuten zur nächsten Haltestelle, wo die Stadtbahn oder der Bus fährt. Wenn man die 5-Minuten-Stadt möchte, muss man kräftig in den Nahverkehr investieren und ausbauen.


Wir möchten auf dem Rosensteinquartier die erste Fünf-Minuten-Stadt etablieren. Deswegen ist es so wichtig, dass wir dort Wohnen und Arbeiten zusammenbringen. Wir schlagen daher vor, im Erdgeschoss in diesem Bereich in jedem Fall auch Gewerbe anzusiedeln.

Wichtig ist uns, dass das Leben in Stuttgart noch bezahlbar sein muss. Wir haben als SPD-Fraktion seit zwei Jahren kritisiert, dass die Fahrgäste für den Nahverkehr immer mehr bezahlen müssen, mittlerweile über 60 %. Dass das nicht mehr gut ist, weil sich das Leben und das Mobilsein in Stuttgart die Menschen auch noch leisten können müssen, deswegen ist die Tarifreform wichtig, mit der die Preise fürs Bus- und Bahnfahren um ca. 20% sinken. Wir sind bereit, dafür 15 Millionen Euro aus dem städtischen Haushalt zu investieren, weil das der faire Beitrag der Stuttgarterinnen und Stuttgarter für diese Tarifsenkung ist.

Wenn das Leben in Stuttgart bezahlbar sein soll und die Leute aber trotzdem mobil sein müssen, weil sie zur Arbeit fahren müssen, müssen wir das urbane Wohnen stärken. Und das heißt auch auf der Gemarkung Stuttgart viele neue Wohnungen. Weil das Verkehr vermeidet, und weil wir damit den Verkehr viel eher auf umweltfreundliche Verkehrsmittel bringen, als wenn sie überall draußen, weit in der Region, weit entfernt von Stuttgart Wohnungen bauen.

Die Digitalisierung bietet enorme Chancen, was Sharing und autonomes Fahren angeht. Wenn man so will ist der Nahverkehr ein Sharing- Angebot. Bei Car2go haben wir als öffentliche Hand erfahren, dass wir auch Vorgaben machen müssen, wo wir diese Angebote wollen und für sinnvoll halten, dazu zählen auch die Außenbezirke. Dies sollten wir nicht dem Markt überlassen.

 
 
 

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