Veranstaltungsreihe der SPD zu guter Bildung in Stuttgart: "Volles Tempo für beste Bildungschancen“

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Die SPD-Fraktion im Stuttgarter Rathaus lädt im Herbst zu einer Veranstaltungsreihe zu guter Bildung in Stuttgart ein. Die Sozialdemokraten wollen damit einen Impuls setzen, mit dem aktuelle bildungspolitische Herausforderungen benannt und mit neuem kommunalpolitischem Schwung angegangen werden sollen. Zwei Themen sollen vor allem diskutiert werden: der weitere Ausbau echter Ganztagsschulen für Grundschulkinder und Jugendliche an den weiterführenden Schulen sowie eine Schule für Erwachsene, an der Erwachsene verschiedenste Schulabschlüsse nachholen können.

SPD veranstaltet Bildungsreihe im Rathaus


Zusammen mit Bildungsexpertinnen und –experten möchte die SPD in einer dreiteiligen Veranstaltungsreihe aktuelle Fragen zur Stuttgarter Bildungspolitik diskutieren. Die Auftaktveranstaltung am Donnerstag, 27. Oktober, um 18 Uhr im Stuttgarter Rathaus steht unter dem Motto "Bildungspolitik in Stuttgart: Nachhilfe benötigt?" und beschäftigt sich mit der Frage, welche bildungspolitischen Herausforderungen in naher Zukunft anstehen. Podiumsteilnehmer sind unter anderem Isabel Fezer, Bürgermeisterin für Jugend und Bildung der Stadt Stuttgart sowie Professor Dr. Wolfgang Mack, Dekan der Fakultät Sonderpädagogik der PH Ludwigsburg.
Die Ganztagsschule wird das Thema der nächsten Veranstaltung am 22. November sein, bei der als Referentinnen Sibylle Ermel, Rektorin der Wilhelmschule in Untertürkheim, an deren Schule seit mehreren Jahren rhythmisierter Unterricht im Ganztagsbetrieb durchgeführt wird sowie die Vorsitzende des Gesamtelternbeirats Sabine Wassmer erwartet werden. Den Schlusspunk setzt eine Veranstaltung am 7. Dezember, wo es um eine zweite „Schulchance“ für Erwachsene geht. Mit dabei sind dann Dagmar Mikasch-Köthner, Leiterin der vhs Stuttgart, und Dr. Susanne Kannenberg, stellvertretende Leiterin der vhs Hannover. Wer Interesse hat, kann sich unter spd.fraktion@stuttgart.de zu den Veranstaltungen anmelden. 


Marita Gröger: „Mit echten Ganztagsschulen können wir allen Kindern beste Bildungschancen bieten“


In Deutschland haben es Kinder aus ärmeren Elternhäusern nach wie vor besonders schwer, gute Bildungsabschlüsse zu erreichen. Dies belegt der aktuelle OECD-Bildungsbericht. In einer Stadt wie Stuttgart, in der Kinder in ganz verschiedenen Lebenswelten aufwachsen, ist deshalb eine Bildungspolitik besonders wichtig, die allen Kindern beste Bildungschancen bietet, unabhängig davon, ob zu Hause mehr oder weniger Geld vorhanden ist. Aus Sicht der Sozialdemokraten bietet eine echte Ganztagsschule die besten Möglichkeiten, beste Bildungschancen für alle Kinder zu bieten, egal, wo sie in Stuttgart wohnen.


"Ob zu Hause viel oder wenig Geld da ist, darf nicht ausschlaggebend über den Zugang zum Bildungssystem sein", erklärt Marita Gröger, die schulpolitische Sprecherin der SPD-Fraktion im Stuttgarter Rathaus den Anspruch an die Schul- und Bildungslandschaft in Stuttgart. "Stuttgart ist mit den Ganztagsschulen auf einem guten Weg, für mehr Bildungsgerechtigkeit und eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu sorgen. Und die echte Ganztagsschule ist ein Modell, von dem jedes einzelne Kind profitiert und entsprechend seinen Potentialen individuell gefördert wird", so Gröger. 


Anfang 2013 beschloss der Stuttgarter Gemeinderat mit großer Mehrheit das pädagogische Rahmenkonzept und die Standards für Ganztagsschulen mit dem Ziel, allen Kindern einen fairen Zugang zum Bildungssystem zu ermöglichen und für Chancengerechtigkeit zu sorgen. Dabei betonte die Verwaltungsspitze in Person von Oberbürgermeister Fritz Kuhn sowie der damaligen Sozialbürgermeisterin – und jetzigen Schulbürgermeisterin – Isabel Fezer, dass "keine Parallelstrukturen aufgebaut werden können" und das Angebot "nicht verwässert werden" dürfe. Die SPD appelliert an Grüne und CDU in Stadt und Land, bei den Ganztagsschulen jetzt nicht den Rückwärtsgang einzulegen. Martin Körner, Vorsitzender der SPD-Fraktion: „Es wäre für viele Familien in Stuttgart ein herber Rückschlag, wenn CDU und Grüne sich jetzt peu à peu von der echten Ganztagsschule verabschieden."


Bei der Veranstaltung am 22. November wollen die Sozialdemokraten thematisieren, was eine echte Ganztagsschule in der Praxis ausmacht. Hierzu wird die Rektorin der Wilhelmschule in Untertürkheim, Frau Sibylle Ermel sprechen. Von besonders großem Interesse ist für die SPD auch, welche Erwartungen die Eltern an eine echte Ganztagsschule haben. Hierzu wird Frau Sabine Wassmer sprechen, Vorsitzende des Gesamtelternbeirats der Landeshauptstadt Stuttgart.

Martin Körner: "Gerade in Stuttgart brauchen wir beste Möglichkeiten für das Nachholen von Schulabschlüssen"


Auch für Erwachsene ist der Bedarf an schulischen Qualifizierungsangeboten in Stuttgart besonders groß. So lag die Zahl der Belegungen für die "Grundbildung I Schulabschlüsse" bei der Volkshochschule Stuttgart (vhs) in den letzten zwei Jahren konstant bei über 600. Gerade in Stuttgart leben viele Erwachsene, die nach Ansicht der Sozialdemokraten eine zweite „Schulchance“ verdient haben, um zum Beispiel eine mittlere Reife im deutschen Schulsystem abzulegen. Eine Schule für Erwachsene, die es in Hannover schon gibt und für die die vhs Stuttgart bereits seit Jahren wirbt, könnte nach Meinung der SPD für viele Stuttgarterinnen und Stuttgarter neue Bildungschancen bieten. Der sogenannte "Zweite Bildungsweg" gewinnt auch durch die Integration von Flüchtlingen zunehmend an Bedeutung. 


"Angesichts der hohen Motivation bei jungen Erwachsenen, einen Schulabschluss nachzuholen und angesichts des erheblichen Fachkräftemangels, dem vor allem kleine und mittelständische Betriebe gegenüberstehen, ist es für Stuttgart eine bedeutende Aufgabe, gute und bezahlbare Angebote im zweiten Bildungsweg zu machen", erklärt Martin Körner, Vorsitzender der SPD-Fraktion im Stuttgarter Rathaus. "Die Volkshochschule Stuttgart ist hierfür prädestiniert, da der Erwerb von Schulabschlüssen zum Bildungsauftrag und Kernangebot der Volkshochschulen in ganz Deutschland gehört. Es ist daher wichtig, dass die vhs gestärkt wird, zum Beispiel mit einer Schule für Erwachsene aus einem Guss", betont Körner, der auch Mitglied des Aufsichtsrats der vhs Stuttgart ist. 


Bereits in der Vergangenheit haben sich die Sozialdemokraten für die Erwachsenenbildung in Stuttgart eingesetzt. Zuletzt in den Haushaltsberatungen 2016/17, bei denen die SPD eine Erhöhung der städtischen Zuschüsse an die vhs um 15% beantragt hat. Ferner unterstützen die Sozialdemokraten die Konzeption der vhs für eine "Schule für Erwachsene". Hierbei handelt es sich um eine Weiterentwicklung aller Angebote der vhs zum „Zweiten Bildungsweg“, also Bildungsangebote, mit denen Erwachsene ihren ersten oder weiteren Schulabschluss nachholen können.


Am 2. Dezember wird Dagmar Mikasch-Köthner, die Leiterin der vhs Stuttgart, ihr Konzept für eine Stuttgarter Schule für Erwachsene vorstellen. Eine Schule, die es in Hannover schon gibt, worüber Frau Dr. Susanne Kannenberg berichten wird.

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