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Unser Programm für Stuttgart (2014-2019)


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Kulturpolitik ist Gesellschaftspolitik – Kulturelle Vielfalt stärken

Kunst, Kultur und Bildung prägen das Bewusstsein der Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt. Sie definieren die Attraktivität und das Lebensgefühl in einer dynamischen Stadtgesellschaft mit. Die äußerst vielfältige Stuttgarter Kulturlandschaft ist eine wesentliche Grundlage für die wachsende Anziehungskraft Stuttgarts.

Unser Schauspiel konnte den Betrieb im „Kleinen Haus“ nach langer Renovierung wieder aufnehmen. Von Kritikern wurde die Oper Stuttgart sechsmal zur „Oper des Jahres“ gewählt. Dieser Erfolg beruht auf der einzigartigen Zusammenarbeit zwischen den Ensembles, der Intendanz und dem hohen künstlerischen Niveau des Chores, des Orchesters und der Solisten.

Jedes Jahr veranstaltet die „Junge Oper“ Schulprojekte und betreibt hier wertvolle Kulturbildung für verschiedene Schularten und Altersstufen.

Das Stuttgarter Ballett ist seit Jahrzehnten weltweit berühmt und ein Anziehungspunkt für internationale Gäste. Ebenso ist die John-Cranko-Schule ein begehrter Studienort für Nachwuchstänzerinnen und -tänzer aus vielen Ländern.

Um die gute Arbeit und ein reibungsloses Gelingen im Dreispartenhaus weiterhin zu gewährleisten, muss das „Große Haus“ saniert werden. Neben der finanziellen Unterstützung durch Stadt und Land ist auf eine qualitätvolle Planung der Renovierung zu achten.

Wir Sozialdemokraten bekennen uns zu öffentlicher Kulturförderung und stehen zu „Subkultur“ und „Hochkultur“ gleichermaßen. Wir wollen allen sozialen und gesellschaftlichen Schichten die Teilnahme an Kunst und Kultur ermöglichen und das Bewusstsein und die Wertschätzung für Kultur und Kulturschaffende fördern, um die notwendige Anerkennung für kulturelles Schaffen zu vermitteln. Wir sind für eine Kulturentwicklungsplanung und setzen uns dafür ein, die künstliche Unterscheidung von Sub- und Hochkultur aufzuheben. Wir wollen „Kultur im Dialog“ fortsetzen. Kunst und Kultur müssen allen Menschen zugänglich sein – in der Innenstadt wie in den Stadtteilen.

1. Kulturförderung ausbauen

In der Kulturförderung stehen wir für einen Wettbewerb der Ideen statt starrer Strukturen. Deshalb setzen wir einen Schwerpunkt auf die Förderung der freien Szene sowie der Projektförderung. Sie muss gleichberechtigt neben der institutionellen Förderung stehen.

Kulturschaffende sind Partner, keine Bittsteller. Um dieses Verständnis zu fördern, und Kulturschaffenden von Anfang an die notwendige Anerkennung zu geben, sind transparente Förderstrukturen notwendig. Evaluation und gemeinsame Zielvereinbarungen sind wirkungsvolle Mittel dazu.

Wir wollen Kultur Raum geben, denn kulturelles Schaffen braucht kommerziell entlastete Räume. Im hochpreisigen Stuttgart gilt das umso mehr. Hier muss die Stadt geschützte Bereiche bieten, damit auch in den Stadtbezirken und der Innenstadt Kulturschaffende wirken können. Daneben soll verstärkt die Öffnung bestehender Institutionen gegenüber freien Strukturen ermöglicht werden.

Wir wollen neben Vereins- und Bürgerräumen auch „Kulturbüros“ anbieten, mit kostenfreien und ausgestatteten Büroplätzen. So sind Initiativen und Projekte handlungsfähig und erreichbar.

Kultur soll in der Stadtgesellschaft sichtbar sein. Es gilt zudem, den Akteuren und Kulturinteressierten die notwendige Orientierung zu bieten. Ein KulturStadtplan bietet den Akteuren die erforderliche Übersicht über Räume und Zwischennutzungen. Kulturaktionen auf öffentlichen Plätzen beleben unsere vielfältige Stadtgemeinschaft und ermöglichen die unmittelbare Teilhabe an Kultur. Damit dies einfach und unkompliziert ermöglicht werden kann, braucht es eine ausreichende Personalausstattung bei den städtischen Anlaufstellen.

2. Kulturelle Teilhabe stärken

Wir wollen die kulturelle Vielfalt stärken. Neben den klassischen Kultureinrichtungen sind uns die soziokulturellen Zentren wichtig. Wir wollen Stadtteilzentren fördern und die kulturelle Vielfalt in den Fokus rücken.

Um breite Teile Stuttgarts zu erreichen, muss das kulturelle Angebot auch kleinteilig und dezentral stattfinden. Kleine Veranstaltungsformen stehen dabei im Vordergrund. Einen entscheidenden Beitrag dazu können auch die Bezirksbeiräte leisten, welche Kulturarbeit als eigene Aufgabe wahrnehmen, z. B. über die Gründung eines Unterausschusses „Arbeitskreis Sport und Kultur“ (SPUK) des Bezirksbeirats.

Kulturagenten machen Projekte in Schulen mit Künstlern. Dadurch verändert sich die Wahrnehmung der Jugendlichen und sie erfahren eine kulturelle Prägung. Zugleich werden die Schüler mit den Kulturschaffenden vor Ort vernetzt. Das fördert die Identifikation mit der Kultur vor Ort. Diese Projekte und Vernetzung wollen wir ausbauen und das Angebot der Kulturagenten stärken.

3. Haus für Film- und Medienkunst

Stuttgart braucht, gerade als moderner Medienstandort, ein Haus für Film- und Medienkunst. Hier sollen künstlerische wie auch pädagogische Aspekte der Film- und Medienarbeit Platz haben. Die Auseinandersetzung mit Filmkultur, außerhalb des aktuellen Massenangebots und ohne vordergründiges kommerzielles Verwertungsinteresse, möchten wir hier ermöglichen. Ebenso soll die Institution ein Experimentierfeld eröffnen für neue Film- und Medienformen.

4. Kulturelle Bildung von Anfang an

Jedes Kind in Stuttgart soll die Chance auf kulturelle Bildung und kulturelle Angebote unabhängig vom Geldbeutel der Eltern haben, um die Chance zu bekommen, kulturelle Angebote für sich zu entdecken und wahrzunehmen.

Die Angebote der Stadtteilkulturarbeit sollen in die Arbeit der Kitas, Ganztagsschulen und Jugendzentren integriert werden. Durch die Einführung der Ganztagsgrundschulen bieten sich neue Möglichkeiten für die Integration von außerschulischer und schulischer Bildungsarbeit.

Deshalb gilt es, besonders die Bildung musischer und künstlerischer Fähigkeiten sowie der Medienkompetenz an Kindertagesstätten und an Schulen zu stärken. Neben der adäquaten Ausstattung der Institutionen müssen auch Betreuungs- und Lehrpersonal entsprechend medienpädagogische Fachkompetenz besitzen.

 
 

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